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TEO Fachtag

Let’s talk about: VIELFALT MACHT SCHULE

Fachtag zu Sprache, Geschlecht und Diskriminierung - für Lehrer*innen und pädagogische Gemeindemitarbeiter*innen
Di., 24. Mai 2022 - Nordkolleg, Am Gerhardshain 44, 24768 Rendsburg

Klischees und Stereotype wirken in und durch Sprache. Wir sind gerade mittendrin im Veränderungsprozess, in Politik und Gesellschaft wird viel diskutiert. Trotzdem ist viel Luft nach oben. Wie sehen Handlungsmöglichkeiten für inklusive, gendergerechte Sprache im Kontext Schule und Gemeinde aus? Diese Fragen stehen bei diesem Fachtag im Fokus.
Dabei wird die vorhandene Praxis geprüft und vielleicht entdeckt, was schon passiert ist, aber gar nicht als Maßnahme bekannt und benannt ist. In verschiedenen Workshops geht es um  grundlegende Themen der geschlechterreflektierten Bildung. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf pädagogischen und didaktischen Methoden und Materialien. Die eigene Haltung als Werkzeug für Prävention und gegen Diskriminierung und Gewalt ist ein wichtiger Baustein dabei.

Workshops:

„Kein Bock mehr auf mitgemeint?“ – Flora Mennicken (Frauenwerk, Nordkirche)

Welche Macht und Möglichkeiten hat Sprache wirklich? Wer braucht heute noch Feminismus? Und wie anders oder gleich sind Jungen* und Mädchen* eigentlich? Diesen Fragen gehen wir im Workshop mit den Grundlagen geschlechterreflektierter Arbeit nach und werfen einen Blick auf praktische Möglichkeiten

„Jungs gegen Mädchen ist so 20-late“ - Fabiene Holz (schulkooperative Arbeit/ TEO, Nordkirche)

In diesem Workshop wollen wir gemeinsam Möglichkeiten erarbeiten, um mit Kindern und Jugendlichen genderreflektiert zu arbeiten. Ziel ist es, weg von dem Bedienen der Stereotypen zu kommen und mehr hin zu positiv gefasster Methoden, welche die individuellen Lebensrealitäten der Schüler*innen mitnehmen.

„Den Alltag an Schulen und in der Jugendarbeit SCHLAU gestalten“ (Tristan Bielfeld, SCHLAU Schleswig-Holstein / HAKI e.V., Kiel)

Statistisch betrachtet sitzen in jeder Schulklasse/Jugendgruppe ein oder zwei queere Personen. Auf social media kommen junge Menschen mit der Buchstabenkombination LSBTIQA* in Kontakt.
Aber was bedeutet das? In der Schule bieten sich ohne eigenes Coming Out wenig Anknüpfungspunkte, schlimmstenfalls führen Erfahrungen mit Diskriminierung oder Angst vor Mobbing zu Rückzug. Wo und wie könnte bei meiner Arbeit darüber gesprochen werden? Wie kann ich als Lehrer*in oder Person in der kirchlichen oder Vereinsarbeit damit umgehen? Wie kann ich unterstützen, wenn es Vorfälle gibt oder sich eine queere jugendliche Person an mich wendet?
Das Bildungs- und Antidiskriminierunsprojekt SCHLAU möchte Anregungen bieten.

„Präventive Haltung ECHT LEBEN!“ – Jennifer Peters (PETZE, Kiel)

Ob auf dem Schulhof, in der Klasse, im Sportunterricht oder auf Klassenfahrten, unser Ziel ist es, eine größere Akzeptanz gegenüber geschlechtlicher und sexueller Vielfalt zu schaffen und damit vor Diskriminierung und sexualisierter Gewalt zu schützen. Eine präventive pädagogische Haltung wirkt sich auf das Lernen in der Klasse, auf die Betroffenen sexualisierter
Gewalt und auf das Kollegium in Schule und Gemeinde aus. In diesem Workshop wollen wir uns gemeinsam dazu austauschen, was eine präventive Haltung im pädagogischen Alltag zur Prävention von sexualisierter Gewalt beitragen kann und was wir für Ressourcen brauchen, um diese Haltung gut in Schule und in der Gemeinde zu leben. Dazu schauen wir uns kurz Zahlen, Daten, Fakten zu sexualisierter Gewalt in Schulen an, diskutieren gemeinsam Fallbeispiele, ordnen Situationen auf einem Wimmelbild ein und planen dann gemeinsam pädagogische Interventionen.